Wir
pirschen uns von hinten an und dann... Doch HALT! Eine 500er
bemerkt man doch schon von weitem... Weit gefehlt, junger Freund, wir
haben die Probe aufs Exempel
gewagt und... Lest einfach selbst!
Vormittag am Ortsende, Alles ist friedlich. Die Landstraße liegt vor uns wie eine unendliche Schlange... Die Welt ist schön. Wir sitzen auf der neuen Yamaha Tmax 500, einem Mittelding aus Motorroller und Motorrad. Mittelding deshalb, weil es einfach die Vorteile von beiden Gattungen in sich vereint. Die Biker, die uns entgegenkommen halten die Grusshand raus, eine Indikation, dass
sich das Ding rein phänotypisch nicht als Roller outet. Und das ist für
einen auf seine äußere Erscheinung bedachten Menschen wie mich nicht
ganz unwichtig. Man will sich ja schließlich nicht auf uncoolem Gerät
blicken lassen, oder? Fast ungewohnt linear entfaltet sich die
Kraft der 44,4 Pferde, nix mit zurückhackeln und dann andrücken.
Man gibt Feuer und es ist Feuer. Die Sitzposition ist dazu extrem entspannt, fast
wie auf einem Chopper, nur ohne Fransen und nerviges Geschepper. Der Tmax zieht dahin, dass es eine
Freude ist und das mit sonorem Brustton der Überzeugung. Kein Wunder,
hat der Endschalldämpfer fast schon die Ausmaße eines richtigen Bikes.
In kurviger Umgebung machst du dem Ding auch nichts vor.
Umlegen, umlegen, umlegen!
Kein Problem, selbst bei dem langen Radstand ist man im Winkelwerk
dabei. Und die Bremserei hält da auch mit. ABS ist ab diesem Modelljahr
ebenso dabei, von den üppig dimensionierten Bremskomponenten und
Doppelscheiben ganz zu schwiegen.
Und nun zur großen Klappe, pardon, dem Kofferraum unterm Sitz. Wem der
zu klein sein sollte, kann ja ins Topcase ausweichen. Genug geschwärmt,
jetzt geht’s ans Pressen und mit den 14 Litern im Tank gehen sich auf den nächsten 250 Kilometern ein Paar ahnungslose
A-Schein Mopedisten aus.
„Anpirschen und versägen!“, heißt die Devise und mit der Tmax 500
ist das eine wahre Freude. Endlich kann man auch am Weg zum und vom Büro etwas für´s Ego tun. Und das ganz ohne nerviges Coachgelaber und Motivationsseminare. Man sollte das Ding von der Steuer absetzten können. Vielleicht flüstert das einer mal dem Karl-Heinz bevor er ihn an der nächsten Kreuzung herbrennt!